Leute, niemand braucht einen Streamingdienst wie Spotify, Apple Music oder Amazon Music. Außer natürlich, die persönliche Bequemlichkeit geht mit dem Wunsch einher, Daten und Geld an Konzerne spenden zu wollen.
Wer ein Smartphone hat, kann darauf MP3s abspielen. Für Computer, Tablets und andere Geräte dieser Art gilt das ebenso. Zudem gibt es weiterhin Radios. Also warum nicht wieder auf MP3s und vielleicht auf CDs und Kassetten setzen?
In meinem Haushalt läuft Musik über eines von drei Radios, vom Smartphone oder vom Computer. Die Radios spielen entweder einen Radiosender (ein regionales "drittes" Programm der Öffentlich-Rechtlichen), eine Kassette oder eine CD ab. Von den schlauen Geräten trällern lokale Dateien.
Wie man günstig an CDs rankommt:
- Sammlungen bei kleinanzeigen oder eBay kaufen
- Auf Flohmärkten oder in Second-Hand-Läden shoppen
- Aus der Bibliothek ausleihen und kopieren (das mach ich schon seit über 20 Jahren so)
Wie man günstig an Kassetten rankommt:
- Sammlungen bei kleinanzeigen oder eBay kaufen
- Auf Flohmärkten oder in Second-Hand-Läden shoppen
- Im Freundes- und Bekanntenkreis nachfragen (viele haben keine Abspielgeräte mehr und sind daher froh, die Tonträger loszuwerden)
Wie man günstig an MP3s rankommt:
- CDs rippen
- Musikvideos von YouTube rippen (ClipGrab ist mein Werkzeug der Wahl)
- Mit Freund*innen austauschen
Natürlich könnt ihr auch zu Vinyl-Freaks werden und euch Schallplatten zulegen, um sie von einer Metallnadel abtasten zu lassen. Für die authentische Knack-Rausch-Gemütlichkeit. Das ist natürlich die aufwändigste Variante, hat aber durchaus Charme.
Es ist auf jeden Fall günstiger, CDs zu kaufen, zu rippen und dann wieder zu verkaufen, als einen Streamingdienst zu buchen, dessen Inhalte man nach dem Kündigen des Abos nicht weiter aufrufen kann.
Übrigens bieten sogar kostenlose Open-Source Mediaplayer-Apps die Möglichkeit, Liedtexte anzuzeigen, Titel zu überblenden, Wiedergabevisualisierungen abzuspielen, und so weiter. Also sind noch nicht einmal die Apps von Spotify, Apple und Co. ein Argument für die Abos. Unter Linux nutze ich Strawberry, unter macOS verwende ich HiFidelity, unter iOS habe ich den VLC Player installiert.
Außerdem ist es günstiger, sich einen Bibliotheksausweis zu besorgen. Dieser geht nicht nur mit einigen Online-Vorteilen einher (Onleihe, FilmFriend-Streaming, etc.), sondern sorgt dafür, dass man einen "dritten Ort" aufsucht, von dem man mit CDs, DVDs, Büchern und vielem mehr nachhause gehen kann.
Holt euch die Kontrolle über eure Musiksammlung zurück, indem ihr sie lokal anlegt. Vielleicht sogar mit physischen Medien, zumindest aber in Form von MP3-Dateien (oder FLAC, falls ihr Audio-Snobs seid). Kündigt Spotify und Co.!














